SOPHO-NET: bundesweiter Forschungsverbund zur Behandlung der Sozialen Phobie

Titel des Projektes: SOPHO-NET: bundesweiter Forschungsverbund zur Behandlung der Sozialen Phobie

Laufzeit: ab 2007

Ziel des Projektes: Mit dem Ziel, die Versorgung von Personen mit Sozialer Phobie zu verbessern, haben Psychologen und Mediziner aus sechs deutschen Universitäten (Göttingen,

Bochum/Dortmund, Dresden, Jena, Leipzig und Mainz) einen großen Forschungsverbund

gegründet. Geleitet und koordiniert wird der Forschungsverbund SOPHO-NET (Social Phobia Psychotherapy Research Network) von Prof. Falk Leichsenring und Prof. Eric Leibing, Göttingen. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Es ist die größte derartige Studie zur sozialen Phobie weltweit.

Kurze inhaltliche Beschreibung: Die Soziale Phobie ist eine vergleichsweise häufige Störung. Bis zu 15 % der Bevölkerung entwickeln irgendwann in ihrem Leben eine Soziale Phobie. Die Ängste beginnen oft bereits im Jugendalter und ihr Verlauf ist ohne Behandlung häufig chronisch. Bei guten Behandlungsaussichten der Sozialen Phobie erscheint die frühzeitige Inanspruchnahme professioneller psychotherapeutischer Hilfe ratsam. So kann der Chronifizierung der Störung als auch damit einhergehender Einschränkungen der Lebensqualität entgegen gewirkt werden.

SOPHO-NET schließt verschiedene Fachdisziplinen (Psychosomatik, klinische Psychologie und Psychiatrie) und Forschungsausrichtungen (psychotherapeutisch, neurobiologisch, gesundheits-ökonomisch) ein. Das zentrale Projekt ist die Studie zur Auswirkung psychotherapeutischer Interventionen bei Sozialer Phobie. Die Studie vergleicht die psychoanalytische Fokaltherapie (adaptiert an der supportiv-expressiven Therapie Luborskys, dt. Manual Leichsenring, Beutel & Leibing, 2007) mit der kognitiven Verhaltenstherapie (adapiert nach Clark & Wells, dt. Manual Stangier, 2006). Beide Verfahren sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit die am besten untersuchten Psychotherapieverfahren. Die im Rahmen der Studie durchgeführte psychotherapeutische Behandlung beinhaltet 25 Sitzungen, welche von geschulten Therapeuten durchgeführt werden. Neben einer genauen Diagnostik zu Beginn erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung der Patienten während und über den Behandlungsverlauf hinaus bis zwei Jahre nach Behandlungsende.

Weitere Projekte ergänzen die Therapiestudie: Untersuchung von Bindungscharakteristika der Betroffenen als Vorhersagemerkmal auf den Therapieerfolg, Kosten-Nutzen-Analyse der Psychotherapie, Einfluss bestimmter genetischer Faktoren auf Schweregrad und Therapieerfolg sowie Untersuchung der Gehirnfunktion mit Hilfe von fMRT.

Momentaner Stand: Patientenrekrutierung ab Sommer 2011 für weitere Forschungsprojekte.

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Mitarbeiter
PD Dr. phil. Karin Pöhlmann
Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)

Sprechzeiten:
Montag bis Donnerstag 8.30 Uhr – 15.00 Uhr
Außerhalb der Sprechzeiten können Sie Ihren Namen und Telefonnummer auf einen Anrufbeantworter sprechen; wir rufen schnellstmöglich zurück.

Tel.: 0351/45812526, 4587058
Fax: 0351/4585826
Email: sopho@uniklinikum-dresden.de

Adressen:
Universitätsklinikum Carl-Gustav-Carus
Klinik und Poliklinik für Psychotherapie
und Psychosomatik, Haus 111/Raum 2.016,
Blasewitzer Str. 43, 01307 Dresden