Tagesklinik
Im Gegensatz zur vollstationären Therapie gehen Patienten in einer teilstationären Therapie (Tagesklinik) nach einem Therapietag von 8 Stunden plus Pause wieder nach Hause, so dass sie den Abend und die Nacht sowie die Wochenenden in der gewohnten häuslichen Umgebung verbringen können.
Die Tagesklinik erfordert einerseits ein gewisses Maß an Leistungsfähigkeit, da zwei Leben nebeneinander geführt werden: die Psychotherapie sowie Haushalt, Familie, Pflichten oder Freizeit. Andererseits stellt die Tagesklinik eine Entlastung dar für Menschen, die eine Rückzugsmöglichkeit brauchen. Wenn es wichtig ist, dass der Bezug zum Alltag nicht verloren geht und neu gelernte Verhaltensweisen schnell in den Alltag transferiert werden, bietet die tagesklinische Behandlung eine effektive, intensive Möglichkeit, die Probleme anzugehen.
Auch für Patienten, die Schwierigkeiten haben, eine Tagesstruktur zu halten, d.h. morgens pünktlich aufzustehen, Aufgaben nachzugehen und das eigene Leben zu ordnen, können dadurch, dass sie täglich in die Tagesklinik kommen, wieder Selbstvertrauen und Kompetenz gewinnen. Psychotherapie und soziale Rehabilitation können nebeneinander her erfolgen und sich gegenseitig ergänzen.
Behandlungsschwerpunkte
Unsere Tagesklinik behandelt Patienten mit Schwierigkeiten in der Lebensbewältigung und bei Beziehungskonflikten. Das Behandlungskonzept ist vorwiegend kognitiv-verhaltens-therapeutisch bzw. dialektisch-behavioral. Die Therapie findet montags bis freitags in der Zeit von 8:00 Uhr bis 16:15 Uhr statt. Am Abend kehren die Patienten wieder in ihr häusliches Umfeld zurück.
TK Team A
Der Schwerpunkt liegt auf Borderline- und anderen Persönlichkeitsstörungen sowie Essstörungen ohne ausgeprägtes Untergewicht.
TK Team B
Hier werden schwerpunktmäßig Depressionen, Angst-, Schmerz- und somatoforme Störungen behandelt.